Biografie
Ausbildung
- geb. 1943 in Augsburg, aufgewachsen und Schulbesuch in Lübbecke/Westf. (Abitur 1962 am Wittekind-Gymnasium), Organist in Hüllhorst 1960-61, Kantoreimitglied und 1960 Mitarbeit am Bau der Steinmann-Orgel St. Andreas Lübbecke. - Studium: 1962-71 Schulmusik (Eberth, Bauermann), Klavier (Theopold), Komposition (Kelterborn), Dirigieren (Stephani, Wagner), Kirchenmusik (Popp, Tramnitz), Musikwissenschaft (Wörner, Reindell) an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold, 1965-73 Musikwissenschaft (Korte, Reuter, Brockhoff), Anglistik (Mertner, Fabian), Pädagogik (Döpp-Vorwald), Philosophie (Kaulbach, Beierwaltes) an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1965 Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen für die Darmstädter Ferienkurse, 1967 Ambassador des "Experiment in International Living" in Little Rock/Arkansas/USA. - Abschlüsse: 1. und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Musik, Englisch). Kirchenmusik-A-Prüfung und Künstlerische Reifeprüfung in Orgel. Promotion in Musikwissenschaft 1973 (Dissertation "Die gedruckten Orgelwerke Olivier Messiaens").
Künstlerische Tätigkeiten - 1960-76 Konzerttätigkeit als Organist: Deutschland, England, Italien, Dänemark, Schweden, Finnland, USA; Schallplatten- und Funkaufnahmen (gesendet bei RSI, NDR III, BBC). 1965-76 Wiederaufbau und Dirigent des Studentischen Kammerorchesters Münster (u. a. Konzertreisen 1968, 1971, 1974 nach England, 1969 Konzerte beim 1. Deutsch-Britischen Jugendfestival in Berlin). 1990 Elektronische Kompositionen für Ausstellungen. Mehr Informationen
Rundfunk - 1979-82 Ö3 Wien (Jugendsendung "Zickzack", Autor zus. m. F. C. Raderer), 1987-88 NDR I Hannover ("Evergreen", Moderation, 73 Sendungen), 1988 NDR III ("Olivier Messiaen", Autor); seit 1994 Mitglied des Programmausschusses und des Hörfunkrats im DeutschlandRadio.
Lehr- und Hochschultätigkeit - 1968-1970 Referendarzeit LGy in Warendorf und Münster. 1970-1972 Wiss. Ass. für Musik PH Westfalen-Lippe Münster, 1972-78 Akad. Oberrat für Musik in der Sonderpädagogik PH Ruhr Dortmund (Aufbau der Didaktik Musik in der Sonderpädagogik zus. m. W. Probst und B. Steinmann). Seit 1978 Univ.-Prof. für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH): dort u.a. zus. m. C. Hempel Initiative zur Einrichtung eines Jazz/Rock/Pop-Studiengangs und Gründung des MIDI-Tonstudios (Betreuung 1984-2006) und zus. m. F. Klausmeier Initiative zur Integration der Abteilung Musik der ehem. PH Hannover in die HMTH. Ltg. des Faches Musik der Lehrämter LGH u. LSon 1986, LRS 1989-96, LGy 1993-99 und ab 2007. 1988 zus. m. M. Brandstetter Zyklus "Die Orgelwerke Messiaens" in der Marktkirche Hannover (5 Abende, Konzerte mit Einführungen). 1993 Gründung zus. m. K.-E. Behne und F. Amrhein und 1993-2006 Direktor des Instituts für Musikpädagogische Forschung (impf): Aufbau der impf-Fachbibliothek und der institutseigenen Publikationsreihen (impf-Forschungsberichte, -Praxisberichte, -Monografien). 2002-03 Initiative zus, m. A. Sokolov zur Kooperation mit dem Staatl. Tschaikowsky-Konservatorium Moskau. - HMTH-Kommissionsmitgliedschaften: a) HMTH: 1979-99 Kommission Schul- und Kirchenmusik (FK II), 1980-90 Gemeinsame Kommission für die Lehrerausbildung (GKL), 1981 Mitglied des Beirates an der Fernuniversität Hagen, 1986-99 Gemeinsame Zentrale Musikkommission (GZM), 1986-99 Konzil, 1992 Forum Lehrerbildung an Niedersächsischen Universitäten, 1993 Expertenkommission "Lehreraus- und Lehrerweiterbildung" der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen, 1993-99 Promotionsausschuss, 1997-99 Senat, 1997-2002 Arbeitsgruppe 4 "Lehrerausbildung" des Nds. Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, 1997-99 Kommission für Innovation und Entwicklung der HMTH, Komission für die Vorbereitung der EXPO, 1998-2002 Magisterausschuss, 1999-2000 Kommission zur Entwicklung des Studiengangs "Darstellendes Spiel", 2003-2004 Curriculum-Kommission des Fächerübergreifenden Bachelor-Studiengangs. b) Nds. Kultusministerium: Kommissionen zur Strukturreform der Lehrerausbildung: 1981-83 FK 8 Mitglied, 1995-96 FK 15 Leitung, 2005/06 FK 8 Mitglied. - Gast-Lehrtätigkeiten: Johann Wolfgang v. Goethe-Universität Frankfurt/M. 1978, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg 1978/79, PH Ruhr Dortmund 1978-80, Medizinische Hochschule Hannover 1979-80, Universität Hannover 1984-86, Universität Bielefeld 1986-89, Staatl. Hochschule für Musik Freiburg/Br. 1990, Universidad Nacional Autonoma de Mexico / Escuela Nacional de Musica 2004. - Fortbildungskurse: 1971-92 für Musiklehrerinnen und Musiklehrer bei den Verbänden AfS, VdS, IGMF und dem NLI. - Prüfungsberechtigungen: seit 1972 Musik der Lehrämter an Grund- und Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Sonderschulen.
Musikpolitik und Verbandstätigkeiten Arbeitskreis für Schulmusik AfS: 1976-92 Bundesvorstand - Gesellschaft für Musikpädagogik GMP-VMP: 1974-80 Leitung der Sektion Musik in der Behindertenpädagogik - Verband deutscher Schulmusiker vds: 1981-93 Landesvorstand Niedersachsen - Landesmusikrat Niedersachsen: 1991-93 Präsidium (Ltg. Konzeption zur Förderung der Rockmusik in Niedersachsen), seit 1993 Präsident (1993-2007 Juryvorsitz der "Kompositionspreise des Göttinger Sinfonie Orchesters", Initiator der Studie "Ehrenamt in der Musikkultur Niedersachsens", 1993-97 Ltg. Kommission "Künstlereinzelförderung", seit 1993 Ltg. Kommission "Rockmusik", Initiative zur Einrichtung der Musikpädagogischen Werkstätten (Lehrerfortbildung in Niedersachsen), 2000 Initiator und Konzeption zus. m. M. Sauga und F. Riemer "Hauptsache: Musik", seit 2000 Ltg. Kommission "Kontaktstelle Musik", Ltg. Kommission "Landesmusikakademie Niedersachsen", Mitglied der Konferenz der Landesmusikräte im Deutschen Musikrat e. V., seit 1993 Mitglied des Rundfunkarbeitskreises der Konferenz der Landesmusikräte) - Deutscher Musikrat: 1990-95 Fachkommission Musikpädagogische Forschung, bis 2003 Beirat der Verbindungsstelle, seit 2000 Präsidiumsmitglied und Mitglied der Ausschüsse "Organisation/Strategie/Satzung", "Musikberufe", "Musikwirtschaft", "Musik und Gesellschaft" (Ltg. seit 2007), 2001 Initiative zur Gründung der Arbeitsgruppe "German Sound". - Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen/Bayern: 1998 Mitarbeit an der Entwicklung des Strukturkonzeptes, 1999-2005 Mitglied des Kuratoriums und Programmbeirates. - Europäischen Kulturinitiative für die junge Generation Wien: 2001 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats. - Ministerien: 1995/96 Beirat zur Förderung der Rockmusik in Niedersachsen und 1997-2004 Mitglied der "Musikkommission" des Ministers für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, dort seit 1993 Mitglied der Arbeitsgruppen zur Gründung einer Landesmusikakademie Niedersachsen, Anregungen zur Konzeption sowie Jury-Mitglied des niedersächsischen Praetorius-Preises, Mitarbeit an der Konzeption "Musikland Niedersachsen", seit 1993 Mitglied des Kuratoriums des "Tags der Niedersachsen", Mitglied des "Niedersachsenring für das bürgerschaftliche Engagement beim Niedersächsischen Ministerpräsidenten".
Auszeichnungen 1992 Ehrenmitgliedschaft des Arbeitskreises für Schulmusik (AfS) - 2007 Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens durch den Niedersächsischen Ministerpräsidenten.
Lehre
Schwerpunkte: u. a. Einführung in Konzeptionen der Musikpädagogik - Geschichte der Musikpädagogik (Vorlesung) - Aktuelle Musikpolitik - Chancen und Profile von Musikberufen - Musik in den Medien (Hörfunk) - Populäre Musik: Produktionsweisen, Strukturen, Marketing, Didaktik - Musik und Technik: Geschichte, Instrumentenkunde, MIDI und computergestützte Musikproduktion - Grundlagen der Musik in der Sonderpädagogik und Therapie - Didaktik der Musik mit Körperbehinderten - Toleranztraining als Abbau von Hörbarrieren - Schulbuchkonzeptionen und Entwicklung von Unterrichtsmaterialien - Improvisation als Hinführung zum Verständnis der Neuen Musik (Kompaktseminar) - Unterrichtsanalyse - Begabtenförderung in der Musik - Kulturerschließender Musikunterricht: Wege zum Musikhören; Anfänge der groß besetzten Instrumentalmusik; Musik und Raum, Johann Sebastian Bachs Werke, Freiheit und Determinismus in Olivier Messiaens Schaffen, Didaktik des Musiktheaters - Betreute Qualifikationsarbeiten an der HMT Hannover
Forschung
Schwerpunkte: Strukturwissenschaftliche Darstellung von Tonsätzen, Musik in der Rehabilitation Behinderter, Didaktik populärer Musik, Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für den Musikunterricht der Sekundarstufen I und II (Unterrichtswerk Spielpläne, Stand 2008 28 Schülerbücher, 21 Lehrerbände, 20 Kassetten, 78 CDs, 4 CD-ROM, 11 Begleithefte), Geschichte der Musikpädagogik und Musikpolitik, Mediendidaktik, Hochbegabtenförderung, Musikberufe, Auswirkungen der altersdifferenzierten Gesellschaft auf Musiklernen und die Kulturpartizipation
Forschungsprojekte
Unterrichtswerk Spielpläne
Publikationen
|